Fürs klassische Startmenü unter Win8 nutze ich Classic Shell. Metro-Design wird dann noch weitestgehend deaktivert, sämtliche sinnlosen Apps deinstalliert.
Meine private persönliche Meinung zu den OS-Entwicklungen der letzten Jahre: Wer den Metro-Desktop unter Win8 toll findet, hat nie wirklich mit einem Desktop gearbeitet. Klicki-Bunti-Kacheln helfen mir bei meiner täglichen PC-Arbeit nicht mal ansatzweise. Sowas gehört in ne Modeboutique, aber nicht als Oberfläche eines Betriebssystems. Ich will Dateien kurzfristig ablegen können, schnell eine Notiz-TXT erstellen oder mal vorübergehende Ordner für Treiberdownloads anlegen. Ich will bestimmen, wo ein Programm sich einnistet und angezeigt wird.
Ich gehöre noch zu der Generation, für die der PC arbeiten soll und nicht umgekehrt. Das alles ist imho aber seit Win8 nicht mehr so und Windows 10 ist die schreckliche Spitze des Ganzen... Wenn ein OS anfängt, mir vorzuschreiben, welche Software ich zu nutzen habe (Stichpunkt OneDrive) und ich nur mit waghalsigen Eingriffen den Schrott loswerde, dann ist das eine Schwelle über die ich nur schwer gehe... Deshalb werde ich auch nie ein Fan von Android oder iOS werden. Apple z.B. macht all das, wofür MS mal zu Recht verteufelt wurde und Google sieht nur auf ihrer Suchseite freundlich aus. Aber die Mehrheit der Menschheit fährt freiwillig sei es aus Desinteresse, Gleichgültigkeit oder Unwissen in jedem Hype-Train mit. Wer sich durch Softwarefirmen kontrollieren lassen will, soll das gerne tun und von mir aus auch lobpreisen. Für mich gilt das Motto "Mein PC, meine Regeln" und nicht "Mein PC, Software-Firmen bestimmen".
Ich vergleiche meinen PC immer gerne mit einem Auto: Wenn dort die Vorgaben wären, die in der PC-Branche herrschen, na dann gute Nacht.
Es gibt nur 3 marktbeherrschende Automodelle, die man nach spätestens 2 Jahren austauschen muss, da es keinen Support mehr gibt. Im Minutentakt werden auf dem Autodisplay statt der Geschwindigkeit Werbung eingeblendet. Beim Kofferraumöffnen wird man gefragt, ob man die Aktion bei Facebook teilen wird und der Autohersteller lädt sich automatisch die persönlichen Daten der Mitfahrer runter, die gerade eingestiegen sind. "Oh Herr Müller, das ist ja gar nicht ihre Frau, die da einsteigt. Soll ich ihnen ein Hotel vorschlagen?"
Aber was solls... ich war als Kind schon paranoisch. ![]()