Der Kapitalismus hat sich langsam nach dem Protestantismus entwickelt. Max Weber hat die protestantische Ethik mit der katholischen Soziallehre verglichen.
Die katholische Kirche (und der Adel) hat die Leute bekanntlich ausgesaugt. Alle kirchlichen Lehren und Grundsätze galten hauptsächlich nur für die Plebejer, um das Volk klein zu halten. Der Protestantismus half dem einfachen Volk in einem gewissen Rahmen, sich von der katholischen Kirche zu emanzipieren, somit nicht überraschend, dass dadurch der Grundstein für den späteren Kapitalismus gelegt wurde. Die heutige Form des Kapitalismus ist in meinen Augen aber derart in reine Habgier ausgeartet, dass sie wieder zu einer extremen gesellschaftlichen Spaltung geführt und den ursprünglichen Grundgedanken ziemlich pervertiert hat. Meiner Meinung nach hat der Kapitalismus als "gesunde" Gesellschaftsform genauso sehr versagt wie der Kommunismus.